Schulteil 1: 03631 927011 * Schulteil 2: 03631 927050 Mo - Do 07:00 - 15:00 Uhr, Fr 07:00 - 14:00 Uhr

Eine Reise ins unbekannte Finnland

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Unserer Klasse (Friseure, 2. Lehrjahr) wurde eine große Möglichkeit geboten. Wir durften zu siebt, zusammen mit unseren zwei Klassenlehrerinnen, in das wunderschöne Finnland reisen, um nicht nur uns besser kennenzulernen, sondern auch die finnische Kultur, deren Friseurpraktiken und die Sprachenvielfalt zu erleben. Nach einer spannenden Anreise per Zug, Flug und Auto sind wir in einem schönen, klassischen finnischen Haus untergekommen. Direkt in der atemberaubenden Natur, aber leider ohne den erwarteten schönen weißen Schnee.

Am Montag fuhren wir gemeinsam zur Schule nach Nivala, wo wir herzlich begrüßt und mit einem morgendlichen Kaffee empfangen wurden. Uns wurde das besondere System der finnischen Berufsschule erklärt, dessen Hauptbestandteil aus schulischem Praxis- und Theorieunterricht besteht, und man im 2. und 3. Lehrjahr für mehrere Wochen in die Praxis zu den Friseursalons geschickt wird. Die Schule ist mit einem eigenen sehr großen, salonähnlichen Arbeitsraum ausgestattet, wo die Schüler:Innen auch eigene Kund:Innen bedienen können. Wir lernten die Schüler:Innen des 1. und 2. Lehrjahres kennen und bekamen von ihnen eine Aufgabe aufgetragen. Wir sollten eine Lockwelle erstellen, aber sollten keine normalen Wickel benutzen, sondern konnten uns zwischen Stiften, Strohhalmen und Pappbechern entscheiden. Natürlich nahmen wir diese Herausforderung motiviert an. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Den restlichen Tag verbrachten wir als Klasse zusammen und ließen den Abend entspannt ausklingen.

Der Dienstag bot einen besonderen Ausflug zu einer der sieben Berufsschulen der Jedu-Kompanie in Kalajoki. Mit ca. 2 Stunden Fahrt Richtung Norden erwartete uns die Klasse der Tourismusbranche. Diese bereitete im Wald von Kalajoki gewisse Mini-Olympische Spiele für uns vor. Zwischen Dreier-Skilanglauf, Ski-, Schlitten- und Schneeschuhrennen, Feuer machen und Eisskulpturen schnitzen kamen wir aus dem Ehrgeiz und Lachen nicht wieder heraus. Die aufwärmende Belohnung am anschließenden Lagerfeuer mit heißer Schokolade, Tee und selbstgemachten, frisch über dem Feuer gebackenen Pfannkuchen hatten wir uns alle verdient. Mit vielen Gesprächen und Austausch mit den Schüler:innen wurde uns ein traditioneller finnischer Nachmittag geboten. Anschließend bestaunten wir den nordischen Meeresstrand mit seinem bunten Sand und hohen Dünen. Auch wenn der Wind kalt und das Wasser gefroren war, wird wohl keiner von uns diesen tollen Anblick jemals vergessen.

Mittwochs ging es wieder in die Schule in Nivala, wo wir zusammen mit dem 1. Lehrjahr eine Gruppenarbeit starteten, bei der wir unterschiedliche Stilrichtungen durch Plakate darstellen sollten. Vom natürlichen Stil über das klassische, romantische und dramatische Erstellen von Frisuren und deren Wirkung. Man lernte sich untereinander besser kennen und konnte gleichzeitig weitere Fragen stellen sowie Einblicke in ihre Kultur und ihr Leben in Finnland ehrlich und herzlich erhalten. Im Gegenzug präsentierten wir unsere Heimat Thüringen mit einer selbst erstellten PowerPoint und einem Vortrag über unsere Besonderheiten, bei dem wir auch unsere Schule und unser System vorstellten und erklärten. Nachmittags machten wir einen Wanderausflug, oder besser gesagt einen langen Spaziergang, da die Landschaft Finnlands erstaunlicherweise sehr flach ist, besuchten wir einen Wasserfall und einen der vielen 185.000 Seen, die Finnland zu bieten hat.

Am Donnerstag durften wir wieder in unseren Gruppen unser handwerkliches Geschick unter Beweis stellen und die unterschiedlichen Stilrichtungen des vorherigen Tages ausarbeiten. Es sollte ein weibliches und ein männliches Medium (Puppenkopf) speziell frisiert und gestylt werden. Es war erstaunlich zu sehen, wie gut die Zusammenarbeit trotz kleiner sprachlicher Barrieren funktioniert hat und der Spaß an der gemeinsamen Arbeit im Vordergrund stand. Am Nachmittag haben wir uns wieder auf einen Ausflug begeben, bei dem wir einen lokalen Barbershop und zwei Friseursalons in Nivala besuchen durften. Auch hier wurden wir herzlich empfangen und erfuhren den normalen Tagesablauf als Friseur. Ebenso erhielten wir einen Einblick, wie der Umgang mit den speziellen Bedingungen, z. B. den kalten Temperaturen oder dem starken Wind, aussieht. Mit neuen Ideen und Tipps, aber leeren Mägen, begaben wir uns zu einem beliebten Restaurant in Nivala, wo wir mit tollen Gesprächen und traditionellem, leckerem Essen den Tag ausklingen ließen.

Unser letzter Tag, der Freitag, war etwas ruhiger, da uns wieder der lange Rückweg in die Heimat bevorstand. Wir wurden durch die verschiedenen Bereiche der Schule geführt, wie die Nähstube, wo die Schüler Modedesign erlernen. Zwischen den unterschiedlichsten Maschinen zum Erstellen von wunderschönen Kleidern oder bezaubernden kleinen Fischtaschen erklärten sie uns ihre Arbeit und Zukunftspläne. Sie träumen von eigenen Firmen und Studios. Außerdem erklärte man uns besondere Förderprogramme des finnischen Staates und die Möglichkeiten, die die Schüler:innen in und nach ihrer schulischen Laufbahn absolvieren können.

Zusammenfassend können wir sagen, dass uns diese Reise unglaublich viel Spaß gemacht hat, wir so viel Neues gesehen und erlebt haben und wir es jedem nur empfehlen und ans Herz legen können, solche Chancen zu nutzen. Nicht nur, um neue Kulturen zu erleben, sondern auch, um sich selbst besser kennenzulernen und neue Ideen und Inspirationen zu sammeln.

Wir danken nicht nur unserer Schule SBZ, der finnischen Schule JEDU, den vielen Organisatoren, unseren Salons und dem Erasmus+-Programm, welches das alles überhaupt erst möglich gemacht hat, sondern besonders unseren wunderbaren Lehrerinnen Frau Barthel und Frau Heinze, dass sie uns bei diesem wundervollen Abenteuer begleitet und unterstützt haben. Ohne sie wäre dies niemals möglich gewesen. Vielen lieben Dank!

Eure FRS 24


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