Bei der Altersstruktur der Thüringer Lehrerschaft im Allgemeinen und auch an unserer Schule im Speziellen wird man sich wohl daran gewöhnen müssen, zunehmend von Kolleginnen und Kollegen Abschied zu nehmen.

Im Rahmen der letzten Gesamtlehrerkonferenz des Schuljahres würdigte Abteilungsleiterin Steffi Meißner in einer herzlichen Laudatio das Wirken unserer langjährigen Kollegin Petra Schröder, die sich nach 39 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet. Dabei spürten alle Anwesenden, dass es sich hierbei nicht nur um die Beendigung eines Dienstverhältnisses handelt.

Aus der Laudatio:

"Gemeinsam waren wir bei so mancher Verabschiedung in den Ruhestand dabei und ich höre deine Worte: 'Die Rede für mich machst du mal; aber keine Trauerrede!'. Dass die Zeit so schnell vergeht und dieser Tag nun heute ist, war mir bis letzte Woche noch nicht wirklich bewusst. So denkt man darüber nach, was den Menschen Petra Schröder ausmacht, was unbedingt Bestandteil dieser Rede sein sollte. Welche Spuren hat sie in unserer Schule als Kollege, Lehrer und langjähriger Abteilungsleiter hinterlassen? Was soll ich sagen, um deine mittlerweile 39 Dienstjahre so zu würdigen, dass sie hinreichend wertgeschätzt sind und die Traurigkeit, die uns dieser Abschied bereitet, nicht überhandnimmt? ...
Waren das noch Zeiten an der Tafel! Stundenplanbau war hohe Zeit, aber auch deine Welt, denn jemand der von 1972 - 1976 an der TU Dresden Berufsschullehrer studierte, hat es mit Zahlen, Matrizen und Tabellen. Mit dem nötigen Ernst aber nie ohne Humor gelang es alle Jahre wieder, etwas zu zaubern, das zwar nicht immer lange Bestand hatte aber an dem man sich festhalten konnte. ...
Nun, der Vertretungsplan ist fertig, schnell rüber in die Breitscheidstraße - Unterricht in der BFS, im BVJ und den BEB. Die Schüler waren vor 10 Jahren auch anders. Dafür hat man nun die hohe Mathematik studiert, aber es ist alles eine Frage der Methode. Also bildet man sich fort - ob kooperative Lernformen, Führungskräfteweiterbildung oder kollegiale Unterrichtsbesuche, überall mischtest du mit. Manches war neu, manches bekam nur einen neuen Namen und manches eine neue Perspektive. Dafür warst du immer offen. Immer mal wieder ein neues Fach, man muss doch Vorbild sein. Da passte es gut, dass du von 1987 - 1989 postgradual in Ludwigsfelde die Sonderpädagogik studiert hast. ...
Viele Jahre war dies dein Alltag. Alltag auch wieder nicht, weil jeder Tag immer wieder etwas Neues brachte. Bei 39 Dienstjahren sind das ca. 65.000 Arbeitsstunden, in denen du Schule gelebt und gestaltet hast, in denen du ein offenes Ohr für die Schüler und Lehrer hattest. Probleme waren zum Lösen da. ...
Du warst mir immer ein zuverlässiger Kamerad. Danke. Und wenn das Wort Verabschiedung Abschied in sich trägt, dann doch nur von dienstlichen Gemeinsamkeiten. ...
Heute überbringen wir dir für deinen neuen Lebensabschnitt die allerbesten Wünsche. Bleib gesund und habe die Zeit und Muße für die Dinge, die bislang kaum Platz in deinem Leben hatten."

Während ihrer Dankesworte übergab Frau Schröder "ihren" Rotstift an eine der nun ehemaligen Lehramtsanwärterinnen, die ebenfalls während der Gesamtlehrerkonferenz verabschiedet wurde (dazu demnächst mehr auf diesen Seiten).

Wir wünschen unserer Kollegin "a. D." alles Gute und einen erfüllten, angenehmen Ruhestand bei bester Gesundheit und verbinden mit dem Dank für die jahrzehntelange Tätigkeit auch den Wunsch, sie zu den vielfältigen Anlässen außerhalb des Unterrichts wieder begrüßen zu können.

 

S. Meißner, M. Wiegleb
im Namen des Kollegiums


 

 

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