Nachlese
Die nachfolgenden Beiträge dieser Kategorie sollen Sie an den schulischen Ereignissen - ganz alltäglichen aber auch außergewöhnlichen - in und außerhalb des Unterrichts am Staatlichen Berufsschulzentrum Nordhausen teilhaben lassen.
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- Wiegleb, Mathias
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Alles Gute und viel Erfolg auf dem privaten und beruflichen Lebensweg wünschen Ihnen
Ihre Lehrerinnen und Lehrer des SBZ Nordhausen
"Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste, wir sind heute hier zusammengekommen, um einen ganz besonderen Tag zu feiern. Es ist ein Tag voller Freude, Stolz und vielleicht auch ein bisschen Aufregung. Vor drei Jahren sind viele von Ihnen, liebe Absolventinnen und Absolventen, aus Indien nach Deutschland gekommen. Das war ein riesiger Schritt! Sie haben teilweise Familien verlassen, ein neues Land kennengelernt und eine verdammt schwere Sprache gelernt. In der Pflegeausbildung hat man Ihnen gezeigt, wie man Menschen jeden Alters hilft. Sie haben gezeigt, dass Sie ein großes Herz dafür haben. Heute ist der Tag ihrer Zeugnisse." Mit diesen Worten begrüßte unser Schulleiter, Herr Martin Drick, am vergangenen Freitag die Anwesenden in der Aula am Schulteil Morgenröte. Er beglückwünschte die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen der Pflegeausbildung und drückte Dank und Anerkennung all jenen aus, die während der Ausbildung helfend zur Seite standen: Praxisanleiterinnen, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern, Freunde, ... .
"Sie alle bringen etwas Wertvolles nach Deutschland: Ihre Freundlichkeit und Ihre Energie. Danke für Ihren Mut und Ihre harte Arbeit. Genießen Sie den heutigen Tag, egal ob Sie fertig sind und Ihr Zeugnis bekommen oder noch ein bisschen weiterlernen. Wir sind stolz auf jede und jeden Einzelnen von Ihnen. Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für Ihre Zukunft!"
Diesen ganz besonderen Moment im Leben von Alisha, Emily, Maria, Tichu und Jain hob auch unsere Fachbereichsleiterin Pflege, Frau Friederike Müller, hervor - den Abschluss der dreijährigen Ausbildung zur Pflegefachkraft. "Das ist echt klasse. Lassen Sie uns diesen Moment besonders genießen, an den Sie sich ihr Leben lang erinnern werden. Drei Jahre sind vergangen wie im Flug. Sie haben nicht nur die Lehrbücher, Praktika und unzählige Tassen Kaffee und Tee verschlungen, gelesen, gepaukt. Sie haben sich gegenseitig motiviert, sich gegenseitig unterstützt. Sie haben Freundschaften geschlossen, die vielleicht auch über die Ausbildungszeit hinaus bestehen bleiben. Sie haben gemeinsam Höhen und Tiefen erlebt und gemeistert. Wir wünschen Ihnen allen viel Erfolg und Freude auf Ihrem weiteren Weg."
Mit herzlichen Worten resümierte auch die Klassenlehrerin, Frau Anke Heise, die Zeit mit "ihren" Schützlingen. Als sie die Aufgabe erhielt, eine Klasse mit Schülerinnen und Schülern aus Indien zu betreuen, war sie voller Erwartungen und Respekt. Niemand wusste genau, was auf ihn zukommt, doch alle einte das Ziel, die Ausbildung zum Pflegefachmann bzw. zur Pflegefachfrau erfolgreich zu meistern. "Die Jahre waren geprägt vom gemeinsamen Lernen in Theorie und Praxis, großen Anstrengungen, gelegentlichem Zweifel, aber auch besonderen Momenten: Ausflüge, Frühstücksrunden, Projekte, das Schulfest und nicht zuletzt die Abschlussfeier." Bemerkenswert war die Bitte der Klassenlehrerin an die Absolventin Maria Grohmann, ihr zu verzeihen, dass sie sie zu Beginn der Ausbildung zur „Mutti der Klasse“ ernannt hat. Das Engagement der jungen Frau für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler hat rückblickend nicht unwesentlich zu deren Erfolg beigetragen. Danke! Frau Heise sagte zum Abschluss: "Sie waren eine sehr angenehme Klasse, hatten immer ein Lächeln auf den Lippen, waren offen, strebsam und bereit, sich allen Herausforderungen zu stellen. Ich möchte mich dafür bedanken, dass ich Sie kennenlernen und mit Ihnen zusammenarbeiten durfte. Meinen allerherzlichsten Glückwunsch zu Ihrem erfolgreichen Abschluss. Ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute auf ihrem weiteren Lebensweg."
Die besten Ergebnisse (schulisches Abschlusszeugnis) erzielten:
Tichu Shaju (1,36)
Alisha Jose (1,63)
Maria Cecilia Grohmann (1,81)
Emily Sophie Siegmann (1,81)
Jain John (2,18).
"Eigentlich fehlen uns bei solchen Anlässen immer die richtigen Worte. Deshalb wollten wir ursprünglich auch keine Rede halten", begann Maria Grohmann im Namen der Absolventinnen und Absolventen ihre Abschiedsworte. "Doch gerade eben sind mir schon ein paar Tränen gekommen, weil mich dieser Moment sehr berührt. Auch in meiner Rolle als „Klassen-Mutti“ möchte ich von Herzen Danke sagen – für diese besondere und intensive Zeit. Es gab Höhen und Tiefen, aber genau das hat uns als Gemeinschaft geprägt und zusammengeschweißt. Und am Ende überwiegen die schönen Erinnerungen. Ein besonderer Dank gilt allen Lehrerinnen und Lehrern, die uns begleitet haben – für ihre Unterstützung, ihre Geduld und die vielen offenen Ohren, die sie uns geschenkt haben. Sie waren immer für uns da, und das wissen wir sehr zu schätzen. Ganz besonders bedanken möchten wir uns heute bei Frau Heise und bei Frau Müller."
Ein herzlicher Dank für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung gilt Herrn Justin Giesler.
Mathias Wiegleb
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- Pauline Hoyer, Leonie Müller
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Wir, Pauline und Leonie aus der 13. Klasse des Beruflichen Gymnasiums Nordhausen, konnten in diesem Jahr beim Planspiel Börse der Sparkasse Nordhausen den 1. Platz erreichen!
Bereits seit der 11. Klasse nahmen wir jedes Jahr am Wettbewerb teil und konnten so viele spannende Erfahrungen rund um das Thema Aktien, Wirtschaft und Geldanlage sammeln. Über die Zeit haben wir immer mehr dazugelernt, Strategien entwickelt und als Team zusammengearbeitet - und genau das hat sich in diesem Jahr ausgezahlt. Mit einem Startkapital von 50.000 € konnten wir durch geschickte Käufe und Verkäufe unser Depot auf 56.765,09 € steigern.
Das Spiel läuft jedes Jahr über mehrere Monate - in der Regel von Oktober bis Ende Januar bzw. Februar.
Das Planspiel Börse ist eine tolle Möglichkeit, sich spielerisch mit der Börse vertraut zu machen, ohne echtes Geld zu riskieren. Man lernt nicht nur wirtschaftliche Zusammenhänge besser zu verstehen, sondern trainiert auch Teamarbeit, Entscheidungsfähigkeit und vorausschauendes Denken. Außerdem macht es richtig Spaß, die Entwicklung des eigenen Depots zu verfolgen und mit anderen Teams im Wettbewerb zu stehen.
Wir können allen Schülerinnen und Schülern nur empfehlen, im nächsten Jahr mitzumachen! Der Start des neuen Spiels ist am 1. Oktober. Wenn ihr Interesse habt, meldet euch einfach bei Frau Hesse.
Traut euch - vielleicht steht ihr im nächsten Jahr ganz oben auf dem Siegertreppchen!
Pauline Hoyer und Leonie Müller
(BG26T-W)
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- Strien, Maryna
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Am Donnerstag, 12.02.26 in der achten Stunde hat ein Schüler unserer Schule etwas ganz Besonderes gezeigt: Verantwortung, Menschlichkeit und echten Mut.
Als er bemerkte, dass auf der Toilette jemand regungslos lag, hat er nicht weggesehen. Er ist zurückgegangen, hat Hilfe geholt und ist selbst aktiv geworden. Trotz Unsicherheit und Angst ist er über die Kabinentür geklettert, hat der hilflosen Person Erste Hilfe geleistet und ist bei der Person geblieben, bis der Rettungsdienst eintraf.
Lieber Till Justin Welling, KEV25B, dein Handeln war außergewöhnlich. Du hast nicht weggeschaut, nicht gezögert, sondern geholfen. Dafür gebührt dir unser größter Respekt und unsere Dankbarkeit.
In einer Zeit, in der Gleichgültigkeit oft laut ist, hast du gezeigt, wie wichtig Mitgefühl und Zusammenhalt sind. Genau solche jungen Menschen machen Hoffnung für unsere Zukunft.
Danke, dass du da warst. Danke für deinen Mut. Danke für dein Herz.
Maryna Strien
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- GP26A
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Im Rahmen unserer Pflegeausbildung besuchte unsere Klasse GP26A für drei Tage die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Diese Exkursion war für uns alle eine sehr eindrucksvolle und bewegende Erfahrung, die uns nicht nur historisches Wissen vermittelte, sondern auch zum Nachdenken über unsere Verantwortung als zukünftige Pflegefachkräfte anregte.
Während unseres Aufenthalts setzten wir uns intensiv mit der Geschichte des Konzentrationslagers Mittelbau-Dora und der Krankenversorgung vor Ort auseinander. Es war erschütternd zu erfahren, unter welchen unmenschlichen Bedingungen die Häftlinge im Stollen Zwangsarbeit leisten mussten. Bei der Besichtigung der unterirdischen Stollen bekamen wir einen unmittelbaren Eindruck von der Enge, Dunkelheit und Kälte, denen die Gefangenen täglich ausgesetzt waren.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Biografiearbeit. Wir beschäftigten uns intensiv mit den Lebensgeschichten einzelner Häftlinge. Wir recherchierten ihre Herkunft, ihre Lebensumstände vor der Inhaftierung sowie ihr Schicksal im Lager. Durch diese persönliche Auseinandersetzung wurden aus anonymen Zahlen einzelne Menschen mit Namen, Familien und individuellen Lebensgeschichten.
Abschließend lässt sich sagen, dass diese Erfahrung eine sehr prägende war.
Auszubildende GP26A
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- Herzberg, Steffi
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Gesunde Zähne sind weit mehr als nur ein schönes Lächeln. Erkrankungen von Zähnen und Zahnfleisch können sich auf den gesamten Körper auswirken – umso wichtiger ist es, schon früh das Bewusstsein für eine gute Mundhygiene zu stärken.
Genau diesem Ziel widmete sich der Projekttag zur Zahngesundheit am 11.02.2026 in der Montessori Grundschule Nordhausen. An insgesamt 15 abwechslungsreichen Stationen konnten die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen erweitern, Neues entdecken und bereits Gelerntes unter Beweis stellen.
Wie heißt die richtige Zahnputztechnik und wie wird sie angewendet? Welche Lebensmittel sind gut für meine Zähne – und was sollte ich lieber nur selten essen? Gibt es Getränke, die meinen Zähnen schaden? Wie entsteht eigentlich ein Loch im Zahn? Wie sieht ein Zahn von innen aus und wo verstecken sich die „Schulzähne“ im Kiefer? Diese und viele weitere Fragen wurden spielerisch erarbeitet und anschaulich beantwortet.
Es wurde geknetet, gebastelt, geforscht und ausprobiert. Die Kinder formten eigene Gebisse, gestalteten informative Plakate und entdeckten Zahnbakterien mit der Lupe. Besonders spannend war das Anfärben der Zähne. Dabei konnten die Grundschülerinnen und Grundschüler selbst sehen, wo noch Beläge vorhanden waren – und im Anschluss direkt noch einmal die richtige Putztechnik üben.
Dass solche Präventionsangebote dringend notwendig sind, zeigen aktuelle Zahlen. Nur 68 % der Sechsjährigen im Landkreis Nordhausen verfügen über ein naturgesundes Gebiss, bei knapp einem Drittel besteht bereits Behandlungsbedarf. Bis zum Mundgesundheitsziel 2030 – 80 % kariesfreie Gebisse bei den Sechsjährigen – ist es also noch ein weiter Weg.
Deshalb sind das Team des Jugendzahnärztlichen Dienstes und die Prophylaxeschwester der LAG Thüringen regelmäßig im Landkreis unterwegs, um Kitakinder und Schülerinnen und Schüler für das Thema Mundgesundheit zu sensibilisieren und nachhaltig zu motivieren.
Tatkräftig unterstützt wurde der Projekttag von den Auszubildenden zur Zahnmedizinischen Fachangestellten aus dem dritten Ausbildungsjahr (ZFA23). Sie führten die verschiedenen Stationen durch und vermittelten Themen wie Zahnreinigung, Kariesentstehung und gesunde Ernährung kindgerecht und praxisnah. Für sie war es eine große Freude, gemeinsam mit den Kindern zu arbeiten, ihr Interesse zu wecken und ihr erlerntes Fachwissen direkt in der Praxis anzuwenden. Die Grundschülerinnen und Grundschüler waren sehr motiviert, stellten viele Fragen und machten den Tag auch für die zukünftigen Zahnfeen vom Staatlichen Berufsschulzentrum Nordhausen zu einem spannenden Erlebnis.
Ein herzlicher Dank gilt zudem Frau Herzberg und Frau Blanke vom Staatlichen Berufsschulzentrum Nordhausen für ihr Engagement und ihre Unterstützung bei der Umsetzung dieses erfolgreichen Projekttages. Gemeinsam wurde ein wichtiger Schritt hin zu gesünderen Kinderlächeln in Nordhausen gemacht.
Steffi Herzberg
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