Nachlese
Die nachfolgenden Beiträge dieser Kategorie sollen Sie an den schulischen Ereignissen - ganz alltäglichen aber auch außergewöhnlichen - in und außerhalb des Unterrichts am Staatlichen Berufsschulzentrum Nordhausen teilhaben lassen.
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- Wiegleb, Mathias
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Der vergangene Montag war nach den Worten unseres Schulleiters, Herr Martin Drick, ein besonderer, fast widersprüchlicher Tag. Ein Anlass, auf den man hätte verzichten können und den wohl die gesamte Schulgemeinschaft nicht gebraucht hätte: den Abschied von Frau Stephanie Ahne aus unserer Schule.
Schule ist ein Ort des Lernens. Doch Lernen kann nur dort gelingen, wo sich Menschen sicher und verstanden fühlen. In den vergangenen Jahren war Frau Ahne weit mehr als eine Kollegin. Als Schulsozialarbeiterin war Sie ein Anker im Sturm, eine geduldige Zuhörerin und häufig die wichtigste Brücke zwischen Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften. Wenn Konflikte eskalierten, moderierte sie mit Ruhe und Klarheit; wenn Tränen flossen, hatte sie ein Taschentuch zur Hand und die passenden Worte parat. Mit ihrem Wirken leistete Frau Ahne einen großen und bedeutenden Beitrag dazu, dass sich Schülerinnen und Schüler verstanden fühlten – und genau dadurch lernen konnten.
Sie hat Spuren hinterlassen – nicht in Form von Noten, sondern in Form von Vertrauen und Zuversicht. Das ist ein Geschenk, das bleibt, auch wenn sie nun ein neues Kapitel in ihrer beruflichen Laufbahn aufschlägt.
Der Abschied fällt schwer, doch zugleich gibt ihr die Schulgemeinschaft die besten Wünsche auf den weiteren Weg. Wir wünschen alles Gute, starke Nerven und dass sie sich jene besondere Empathie erhalten kann, die sie stets ausgezeichnet hat.
Im Namen der Schulgemeinschaft: DANKE!
M. Drick M. Wiegleb

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- Enya Possehn
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Am 17.03.2026 besuchten wir, die Klasse FOS26G, das Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Erfurt. Ziel unserer Exkursion war es, einen Einblick in die Arbeit einer sozialen Einrichtung zu erhalten.
Zu Beginn wurden wir über die Struktur und die Aufgaben des Kinderdorfes informiert. Ein Haupthaus und fünf Wohnhäuser sowie ein großer Spielplatz geben ca. 42 Kindern und Jugendlichen ein sicheres Zuhause und unterstützen sie in ihrer Entwicklung. Die Kinder leben in sogenannten Kinderdorffamilien oder Wohngruppen, in denen sie gemeinsam mit pädagogischen Fachkräften den Alltag gestalten. Ziel ist es, ihnen ein möglichst normales Familienleben zu ermöglichen und sie auf ein selbstständiges Leben vorzubereiten. Auch der Tagesablauf ist klar strukturiert: Schule, Hausaufgaben, Freizeit und gemeinsame Aktivitäten gehören fest dazu. Diese Struktur hilft den Kindern, Sicherheit und Orientierung im Alltag zu bekommen. Darüber hinaus erfuhren wir, dass das Kinderdorf sowohl durch staatliche Mittel als auch durch Spenden unterstützt wird. Viele Menschen und Organisationen helfen dabei, den Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen.
Im Anschluss an die Einführung bot uns eine Führung über das Gelände und ein Wohnhaus einen realistischen Eindruck über die familiäre Atmosphäre im Kinderdorf. Zum Abschluss unseres Besuches überreichten wir eine Geldspende, die wir zuvor durch einen Kuchenbasar gesammelt hatten. Frau Schönfuß, die Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit, war sich sicher, dass damit vielleicht ein kleiner Wunsch eines Kindes erfüllt werden kann.
Die Exkursion war für uns eine sehr wertvolle Erfahrung. Die Eindrücke zeigen uns, wie wichtig Einrichtungen wie das Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Erfurt für Kinder und Jugendliche aus schwierigen familiären Verhältnissen sind. Dies erfordert ein großes Engagement der Betreuerinnen und Betreuer.
Enya Possehn
FOS26G
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- Schüler:innen BG27G
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Am 04. März 2026 hatten wir, die Schülerinnen und Schüler des beruflichen Gymnasiums Gesundheit und Soziales der Klasse BG27G, gemeinsam mit den Auszubildenden der generalistischen Pflegeausbildung im 3. Ausbildungsjahr (GP26A) die Möglichkeit, an einem Expertenvortrag zum Thema „Diagnose Brustkrebs – wie weiter?“ teilzunehmen. Der Vortrag fand im Südharz Klinikum Nordhausen statt und wurde von Dr. med. Tino Eckert, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, gehalten.
Schon zu Beginn wurde deutlich, wie komplex das Krankheitsbild des Mammakarzinoms ist. Dr. Eckert erklärte uns verständlich, wie Brustkrebs entstehen kann, welche Risikofaktoren eine Rolle spielen und welche diagnostischen Schritte notwendig sind, um eine sichere Diagnose zu stellen. Besonders eindrucksvoll war für uns zu sehen, wie viele verschiedene Untersuchungsmethoden zusammenwirken, bevor eine endgültige Diagnose gestellt wird.
Ein zentraler Teil des Vortrags beschäftigte sich mit den heutigen Therapiemöglichkeiten. Dabei wurde deutlich, dass die Behandlung von Brustkrebs aus mehreren Bausteinen bestehen kann – von Operationen über Chemotherapie bis hin zu Hormon- oder Immuntherapien. Für uns war besonders interessant zu erfahren, dass jede Therapie individuell auf die jeweilige Patientin abgestimmt wird.
Sehr eindrucksvoll war auch der Einblick in die Arbeit des Brustzentrums am Südharz Klinikum, das bereits seit vielen Jahren besteht. Dort arbeiten verschiedene Berufsgruppen eng zusammen: Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Radiologinnen und Radiologen, Therapeutinnen und Therapeuten sowie weitere Fachbereiche. Diese Interdisziplinarität, die wir im Unterricht oft theoretisch besprechen, konnten wir hier einmal ganz praktisch nachvollziehen. Es wurde deutlich, dass eine erfolgreiche Behandlung nicht nur von einer einzelnen Fachrichtung abhängt, sondern von der Zusammenarbeit vieler unterschiedlicher Professionen.

Gerade für uns als Schülerinnen und Schüler im Gesundheitsbereich war das besonders spannend. Im Unterricht beschäftigen wir uns unter anderem mit den Themen „Gesundheit und Identität“, „Pathologie der Tumoren“ sowie Prävention und Gesundheitsförderung. Durch den Vortrag konnten wir diese Inhalte mit realen Beispielen aus der Praxis verbinden. Dr. Eckert betonte dabei auch die große Bedeutung von Krebsvorsorgeuntersuchungen, da eine frühzeitige Diagnose die Heilungschancen deutlich verbessern kann.
Am Ende des Vortrags hatten wir noch die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Dabei wurde noch einmal deutlich, wie wichtig neben der medizinischen Behandlung auch der einfühlsame Umgang mit Patientinnen ist, die mit einer Krebsdiagnose konfrontiert sind.
Für uns war diese Exkursion eine sehr wertvolle Erfahrung. Sie hat uns nicht nur fachlich weitergebracht, sondern auch gezeigt, wie wichtig Zusammenarbeit und Kommunikation im Gesundheitswesen sind. Besonders beeindruckend war für uns zu sehen, dass die interdisziplinäre Zusammenarbeit, über die wir im Unterricht sprechen, im klinischen Alltag tatsächlich gelebt wird.
Abschließend möchten wir uns herzlich bei Frau Fahrland und Frau Herzberg bedanken, die diese Exkursion organisiert und uns begleitet haben. Durch ihr Engagement wurde uns diese interessante und praxisnahe Erfahrung ermöglicht.
Schüler:innen der Klasse BG27G

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- Lilian Rose Küntzelmann
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Im Rahmen des Lernfeldes 11 „Psychiatrie“ haben wir als Pflegeklasse im 3. Lehrjahr des SBZ Nordhausen einen Ausflug zur Suchtberatungsstelle der Diakonie in Nordhausen unternommen. Begleitet wurden wir dabei von unserer Lehrerin Frau A. Manzke. Zu Beginn unseres Besuches erhielten wir eine Führung durch die Einrichtung. Diese wurde von einem Betroffenen durchgeführt, was wir als besonders interessant und eindrucksvoll empfanden. Er sprach offen über seine persönlichen Erfahrungen und gab uns einen ehrlichen Einblick in sein Leben. Dabei erzählte er uns auch, wie es ihm in der Einrichtung geht und welche Unterstützung er dort erhält. Besonders beeindruckt hat uns, dass er ein eigenes Atelier nutzen kann, in dem er seiner Begeisterung für Kunst nachgeht. Man konnte deutlich merken, wie wichtig ihm diese Tätigkeit ist und wie sehr er darin aufgeht. Die Einrichtung besteht aus drei Bereichen: einer Beratungsstelle, einer Tagesstätte und einer Clean Wohngemeinschaft. Uns wurde anschaulich erklärt, welche Aufgaben die einzelnen Bereiche haben und wie die Menschen dort auf ihrem Weg unterstützt werden. Dabei wurde deutlich, wie wichtig eine intensive und individuelle Betreuung ist.
Im weiteren Verlauf des Tages haben wir viele Informationen zum Thema Sucht erhalten. Wir haben gelernt, dass es viele verschiedene Formen einer Sucht gibt, sowohl stoffgebundene wie Alkohol oder Drogen, als auch nicht stoffgebundene wie Glücksspiel oder Internetsucht, und wie unterschiedlich sich diese äußern können. Erschreckend war die Zahl von 540 Neuaufnahmen allein im letzten Jahr. Umso wichtiger ist es, dass Betroffene die angebotene Hilfe auch annehmen und damit eine Chance auf Unterstützung und Veränderung erhalten. Außerdem haben wir darüber gesprochen, wie der Umgang mit Betroffenen gestaltet wird und welche Herausforderungen dabei im Alltag auftreten, gerade in der Anfangszeit. Der Tag wurde von den Mitarbeiterinnen Frau Hunka und Frau Hebestreit vorbereitet. Sie sind ausgebildete Diplom -Sozialpädagoginnen mit entsprechenden Zusatzqualifikationen im Suchthilfezentrum der Diakonie Nordhausen. Mit viel Engagement gestalteten sie für uns abwechslungsreiche Gruppenarbeiten und bereiteten interessante Themen vor, sodass wir aktiv mitarbeiten konnten. Besonders schön war die offene, freundliche und respektvolle Art der Mitarbeiter der Einrichtung. Wir hatten jederzeit die Möglichkeit, Fragen zu stellen, die ausführlich und verständlich beantwortet wurden.
Insgesamt war der Besuch für uns eine sehr wertvolle und lehrreiche Erfahrung. Wir konnten viele neue Eindrücke sammeln und einen guten Einblick in die Arbeit mit suchtkranken Menschen gewinnen. Persönlich hat uns vor allem die Begegnung mit dem Betroffenen nachhaltig bewegt. Dieser Tag wird uns sowohl fachlich als auch menschlich begleiten und uns in unserer zukünftigen beruflichen Tätigkeit stärken.
Lilian Rose Küntzelmann
GP26B
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- Wiegleb, Mathias
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In ihrem reflektierenden Essay schreibt Sina Werkmeister (BG27T) über die Bedeutung des Lesens für die Selbstwahrnehmung, Identitätsbildung und persönliche Entwicklung. Sie beschreibt, wie Prousts Zitat, dass jeder Leser „der Leser seiner selbst“ ist, sie inspiriert hat, über das Lesen nachzudenken. Lesen ist für sie eine Möglichkeit, sich selbst zu entdecken, Erinnerungen, Gedanken und Sehnsüchte zu reflektieren. Die Kindheit war geprägt von Büchern, die die eigene Identität formten, insbesondere Harry Potter und Hermine Granger, die Vorbilder wurden. Der neugierige Leser erfährt mehr über
- Lesen als Wahrnehmungs- und Erkenntnisprozess
- Lesen als schöpferischer und transformierender Vorgang
- Bedeutung und Wirkung von Literatur
- Lesen als Herausforderung und philosophischer Akt.
Lesen ist eine Reise zwischen Selbst- und Fremderkenntnis, bei der das Bewusstsein sich verändert und erweitert. Es ist ein aktiver, kreativer Prozess, der unsere Wahrnehmung, Gefühle und Weltanschauung formt. Das Lesen macht uns zu denkenden, fühlenden und mitfühlenden Menschen, die sich selbst und andere besser verstehen. Abschließend erkennt die Autorin, dass jeder Text eine leise Transformation bewirkt, die Welt neu zeichnet, und manchmal nur ein Satz eine ganze Welt in Bewegung setzen kann.
Wer jetzt neugierig geworden ist, kann hier den kompletten Essay herunterladen:
Sina Werkmeister: "In Wirklichkeit ist jeder Leser … der Leser seiner selbst" ...
Wir danken dafür und gratulieren Sina Werkmeister zum 1. Platz in Thüringen beim "27. Bundes- und Landeswettbewerb Philosophischer Essay 2025-26".
Herzlichen Glückwunsch!
Mathias Wiegleb





